Deutsche Imkerverbände: Nationaler Aktionsplan ist bloße Fassade und bietet keine Verbesserung beim Bienenschutz

Der von der Bundesregierung heute vorgelegte Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist ein zahnloser Papier-Tiger. Er formuliert sehr allgemein gehaltene Ziele ohne Erfolgskontrolle und ohne Zeithorizont.

So heißt es im Plan zum für Imker wichtigen Punkt „Reduktion der Belastung von blütenbestäubenden Insekten mit Pflanzenschutzmitteln“ dass es „keine quantifizierte Zielstellung“ gäbe und der Zeitpunkt zur Erreichung von diesem Ziel „offen“ sei.

Zudem steht in dem Plan der Bundesregierung ausdrücklich „Der Nationale Aktionsplan setzt auf eine freiwillige Umsetzung der Maßnahmen und versucht Anreize zu setzen. Auf ordnungsrechtliche Maßnahmen, die über das geltende Recht hinausgehen, wird bewusst verzichtet.“.

„Wir begrüßen zwar, dass die Ergebnisse des Bienenbrotmonitorings als Indikator in den Plan einbezogen worden sind“, sagte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), „jedoch gibt es keine Vorgaben, die sicher zu einer Reduktion dieser Werte führen werden und ebenfalls keinen Zeitpunkt zu dem irgendetwas erreicht werden soll.“

„Dieser Aktionsplan wird in der Praxis keinerlei Spuren hinterlassen“, äußerte Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufs und Erwerbsimkerbundes (DBIB).

Wohin diese Politik führt zeigt das Beispiel der bienengefährlichen Neonicotinoide.

Die Deutschen Imkerverbände fordern weiterhin ein Verbot dieser Neonicotinoide und darüber hinaus verbindliche Reduktionsschritte und Ziele, deren Umsetzung öffentlich dokumentiert werden sollte.

Deutscher Imkerbund e.V., Wachtberg
Deutscher Berufs und Erwerbsimkerbund e.V., Utting
Bundesfachausschuss Imkerei, Bioland, Scheyern
Bundesfachgruppe Demeter Bienenhaltung, Steinheim
Mellifera e.V., Rosenfeld
Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker, Nanzdietschweiler
European Professional Beekeepes Association, Seeshaupt

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