Ernte in Gefahr? – RHEINPFALZ.de vom 16. Juni 2018

Kaiserslautern: Industrieverband wirbt für Pflanzenschutz – Agrarwissenschaftler vermisst ehrliche Art

von Doris Theato

Die Interessenvertreter der agrochemischen Industrie in Deutschland, der Industrieverband Agrar (IVA), machen seit 2015 auf die Notwendigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen aufmerksam. Mit großen Schildern, die in diesem Jahr bundesweit auf 640 Feldern  stehen, will die IVA den Verbraucher zum Hinsehen motivieren. ln Rheinland-Pfalz stehen 76 davon, im Landkreis Kaiserslautern drei.

Ernte in Gefahr?
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Hintergrundinformation zum Versuch einer Konterrevolution durch die Agrarindustrie:

Die Kampagne ist nach einem Muster gestrickt, welches wir schon seit Jahren vom Industrieverband Agrar auf der Grünen Woche präsentiert bekommen. Unten finden Sie Folien aus unserer Präsentation über bienenfreundliche Landwirtschaft als PDF.

Die behauptete Effizienz ist nur scheinbar vorhanden, da die Folgen des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auf anderen Flächen oder mit anderen Maßnahmen mit Steuergeld wieder ausgeglichen werden müssen. Ein klassischer Fall von „Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren“.

Da der Ausgleich über staatliche Programme aber nur unzureichend erfolgt, geht es mit unseren Agrarökosystemen weiter stetig bergab.

Ein weiteres Problem mit der Argumentation der Konter-Revolutionäre ist, dass als Alternative zum Chemischen Pflanzenschutz keinerlei Pflanzenschutz präsentiert wird. Der biologische Landbau zeigt, dass es alternative Methoden gibt, um Pflanzenschutz zu betreiben oder Probleme mit Schädlingen durch die richtige Fruchtfolge und die Wahl der richtigen Anbaumethode garnicht erst entstehen zu lassen.

Folien Pflanzenschutz IVA Grüne Woche

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