Berufsimker bringen Erfahrung mit bienenfreundlicher Landwirtschaft beim Runden Tisch zum Volksbegehren ein

Als Berufsimker können wir unsere Erfahrung mit bienenfreundlicher Landwirtschaft beim Runden Tisch in der bayerischen Staatskanzlei zum Volksbegehren einbringen und werden dies auch im nun folgenden Prozess tun.
An der Veranstaltung in der Staatskanzlei nahmen Manfred Hederer und Walter Haefeker teil.
In unserem Statement wiesen wir zunächst darauf hin, dass zur Artenvielfalt auch die Vielfalt der bäuerlichen Betriebe gehört. Aus diesem Grund thematisieren wir seit Jahren den Strukturwandel.
Es schwindet ja nicht nur die Artenvielfalt. Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft sagt eine weitere Halbierung der landwirtschaftlichen Betriebe bis 2030 voraus.
Wir sehen im Volksbegehren die Chance Artenvielfalt und die Vielfalt der Betriebe zu retten. Dies sagen wir nicht aus einer naiven Hoffnung heraus.
Wir sagen das, weil wir schon seit vielen Jahren mit vielen der hier anwesenden Verbänden an einer bienenfreundlichen Landwirtschaft arbeiten.
Wir wiesen Herrn Heidl vom bayerischen Bauernverband darauf hin, dass der von Ihm immer wieder gerne angeführte Bienenpreis von den Berufsimkern zusammen mit John Deere initiiert wurde. Dabei geht es vor allem um Innovationen, die es Landwirten möglich machen bienenfreundlich zu arbeiten.
Mit einer zertifiziert bienenfreundliche Milch sind unsere Partner seit 9 Jahren erfolgreich am Markt. Diese konventionell arbeitenden Betriebe sind fast zu 100% noch dabei. 30% der konventionellen Kollegen ihren Betrieb aufgeben mussten.
Blühflächenpatenschaften sind eine gute Sache. Mit unserem Projekt Bienenstrom können wir über ein Stromprodukt den Verbraucher ins Boot holen. Es gibt viele Anfragen von kommunalen Energieversorgern auch aus Bayern, die mitmachen wollen.
Wir wollen unsere Erfahrungen sehr gerne in den von Alois Glück moderierten Prozess einbringen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Beispiele für Projekte sondern auch darum, wie der Prozess gelingen kann.
Wir wollen keine einseitige Optimierung der Landwirtschaft für die Honigbiene. Daher haben wir in unseren Projekten immer andere Verbände ins Boot geholt.
Als Berufsimker freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen, die diese Chance für Bienen und Bauern in Bayern nutzen wollen.


Foto: Jörg Farys

Foto: Bayerischer Rundfunk

2 thoughts on “Berufsimker bringen Erfahrung mit bienenfreundlicher Landwirtschaft beim Runden Tisch zum Volksbegehren ein

  1. ich reduzierte seit langen von 30 auf 10 Völker und büße meistens 75% ein …. eine offenlegung der Sprühmittel im Radius von 50 km ist von keinen betrieb beantwortet worden – das Landwirtschaftsminiterium in Sachsen ist auch vermitlungsresistent in Sachen Einsatz zugelassener Sprühmittel bei den Agrarbetrieben. Die thermodynamische Verfrachtung von Sprühmitteln über 50 km bereiche wird auch als unvorstellbar gehalten…

  2. „Wir wollen keine einseitige Optimierung der Landwirtschaft für die Honigbiene“; diesen Satz finde ich besonders wichtig.
    Hier ist im Moment die einzige Konkurrenz, nämlich zwischen den Lobbygruppen und deren Ideen zum Artenschutz.

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